18.04.2019 VIAL informiert

Warum funktionieren große Unternehmensauftritte nicht ohne ein gescheites Corporate Design?

Wie macht ein Corporate Design einen Unternehmensauftritt erfolgreich? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verhalf Peter Behrens – deutscher Künstler, Architekt und Grafikdesigner – dem Großunternehmen AEG zu einem einheitlichen Erscheinungsbild. Es schlug die Stunde eines heute omnipräsenten Fachterminus: das „Corporate Design“.

 

Seit jeher dient das „Corporate Design“ als Sammelbegriff, der weit über traditionelles Grafikdesign hinausgeht. Es visualisiert das Fundament einer Corporate Identity (CI), der Unternehmenspersönlichkeit, einem strategischen und operativen Managementtool zur Führung eines Unternehmens und der Optimierung seiner Außenwahrnehmung.
 
Die Voraussetzung für eine Corporate Identity ist, dass ein Unternehmen sich selbst versteht: in seinem Bestand, seinen Zielen, seinen Zwecken, seiner Funktion und seiner sozialen Rolle. Ziel des Corporate Design ist die möglichst hohe Übereinstimmung der Außenwahrnehmung (Image) mit diesen Werten.
 

Ein einprägsames Design hat einen einprägsamen Gedanken

Das Corporate Design macht dieses in allen Elementen oder Medien visuell sichtbar, durch die ein Betrachter mit dem Unternehmen in Berührung kommt. Im Idealfall sind CI & CD zu einer einzigartigen Marken-DNS verwoben. Die visuellen Elemente des CDs gehen dabei stets mit der Begründung einher, weshalb sie auf eine bestimmte Art gestaltet werden. Ziel ist es, einem Unternehmen und seinen Produktmarken ein einheitliches und glaubwürdiges Erscheinungsbild zu geben, das die Werte der Marke sowie entsprechende Markenkompetenz vermittelt, um dadurch Vertrauen beim Rezipienten zu schaffen.
 
Neben verstärkter Identifikation mit dem Unternehmen maximiert das Corporate Design gerade in Zeiten heutiger Informationsflut das Durchsetzungsvermögen eines Unternehmensauftritts. Einzelne Kommunikationsmaßnahmen gewinnen an Wiedererkennungswert und erhöhen zeitgleich den Bekanntheitsgrad des Unternehmens.

 

Nur wer innerlich klar ist, kann nach außen überzeugen

Ist diese Kontinuität in der Unternehmenskommunikation erst einmal etabliert, können Synergieeffekte freigesetzt werden, die zur Erreichung der Unternehmensziele führen. Eine überzeugend visualisierte Unternehmenskultur unterstützt z.B. die Mitarbeitermotivation und steigert sowohl Anerkennung als auch Sympathie im eigenen Betrieb. Die Profilierung der Mitarbeiter und in der Öffentlichkeit fördert ein ideell & kaufmännisch gewinnbringendes Image, das sich schlussendlich in der Absatzförderung niederschlägt. Auch Arbeitsaufwände in Form von Arbeitszeit werden dank einheitlicher Unternehmenssprache effizienter gestaltet und vermeiden somit unnötige Kosten.
 
Das Corporate Design dient also nicht nur dem visuellem Image, sondern auch der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens.

 

Welche Bestandteile gehören zu einem CD?

Ein Corporate Design kann je nach Unternehmen unterschiedliche Ausmaße besitzen. Die Basiselemente definieren sich jedoch wie folgt:

 

  1. Logo als Wort-, Bildmarke oder in Kombination
  2. Schriftsystem
  3. Bildsprache und Grafikstil
  4. Farbsystem
  5. Designkonzept und Gestaltungsraster
  6. Claim/ Slogan

 

 

Diese Elemente können noch um Vorlagen von bestimmten Formaten ergänzt werden, die in der Regel Vorgaben für die Gestaltung von Anzeigen, Prospekten, Broschüren, Präsentationen oder Geschäftspapieren, aber auch Fahrzeugbeschriftungen und Werbemittel festlegt.
 
Alle Elemente des Corporate Design werden in einem Design Manual zusammengefasst. CD-Manuals dokumentieren die visuellen Eckpfeiler einer Unternehmensidentität. Gestaltungsrichtlinien sorgen, sofern sie denn auch angewandt werden, für ein einheitliches Erscheinungsbild.